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Musik, Kunst und Kultur - ein Festivalsommer in Deutschland

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Es gibt kaum eine Gegend in Deutschland, in der es kein Musikfestival gibt. Festivals haben in Deutschland eine lange Tradition. Einige der ältesten Feste stammen aus den 1920er Jahren. Die meisten Festivals finden im Sommer und als Open-Air-Veranstaltung statt. Die Monate Juni, Juli und August bilden dabei die Hochsaison. Hier ein Einblick in den diesjährigen Festivalsommer von einem Festival in Münster, einem in der Nähe von Hannover und von einem alten Flughafen in Mecklenburg-Vorpommern.





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Jedes Festival in Deutschland hat sein ganz eigenes Konzept. So entsteht eine große Vielfalt an Musikstilen und kulturellen Angeboten. Die Genres reichen von Barock und Klassik über Jazz, Folk, Blues bis hin zu Pop, Rock und Elektronischer Musik. Viele Festivals bieten neben Konzerten auch ein Kunst- und Kulturprogramm und ein buntes kulinarisches Angebot. So gibt es zum Beispiel Theateraufführungen, Performances, Ausstellungen, Kino, Handwerkskunst, Schmuckstände und Food Trucks.  
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Seit 1997 wird auf dem ehemaligen russischen Militärflughafen Lärz, in der Nähe des Müritzsees etwa 100 km nördlich von Berlin, das Fusion Festival veranstaltet. Jahr für Jahr entsteht hier eine kleine Welt fernab vom Alltag. Die Fusion ist ein unkommerzielles Festival. Es wird viel Wert gelegt auf Toleranz und auf die Umwelt. So gibt es zum Beispiel nur vegetarische und vegane Speisen und keine Werbung auf dem Festivalgelände. Das Publikum sowie die Künstlerinnen und Künstler sind international. Für ein Wochenende im Jahr kommen an die 70.000 Menschen zusammen und verwandeln den alten Flughafen in einen ganz eigenen „Kulturkosmos“, so heißt der Verein, der das Festival organisiert.

Das Fusion Festival ist ein Open-Air-Festival, es gibt aber auch überdachte Bühnen. Die alten Hangars des Flughafens werden genutzt und Zirkuszelte aufgebaut, so dass auch bei schlechtem Wetter Konzerte stattfinden können. Auf rund 24 Bühnen/Decks wird eine große Bandbreite an elektronischer Musik gespielt, außerdem gibt es Hip-Hop, Jazz, Reggae, Goa, Ska und Rock, Punk, Metal, Dancehall und Trance. Neben der Musik gibt es ein vielfältiges Kulturprogramm mit einem Kino, mit Lesungen und Diskussionsrunden, Kabarett und Hörspielen sowie Theater und Performancekunst. Da die Fusion Gäste aus der ganzen Welt anlockt, finden viele Veranstaltungen auf Englisch statt.  
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In einem Straßenbahn-Museum in der Nähe von Hannover wird das SNNTG-Festival veranstaltet. Um vom einen Teil des Geländes zu dem anderen zu gelangen, fährt man mit einer historischen Straßenbahn. Die Organisatoren legen sehr viel Wert auf die Förderung von Kultur und auf lokale Kooperationen, z.B. mit dem Studentenwerk der Hochschule oder mit Initiativen wie Viva con Agua und Amnesty International. Man kann seine eigene Tasche bemalen, Volleyball spielen oder einen Kaffee im Straßenbahncafé genießen. Wie auch bei der Fusion gibt es die Möglichkeit auf dem Campingplatz zu übernachten, denn die Festivals gehen über das gesamte Wochenende.

Das SNNTG Festival bietet drei Bühnen und ist mit etwa 3000 Besuchern pro Tag ein vergleichsweise kleines Festival, die Bühnen sind alle draußen und über das Gelände des Museums verteilt. Man findet alte Straßenbahnen und Busse die dekorativ in das Gesamtbild des Festivals integriert sind. Das Highlight ist die Fahrt mit der Bahn zwischen den Bühnen, wenn man Glück hat, findet dann sogar in der Bahn gerade ein Konzert statt. Es gibt eine Halle mit Ausstellungen, Installationen und Platz zum Sitzen. Die diesjährigen Bands kamen unter anderem aus Polen, Frankreich und England. Die Musik ist abwechslungsreich. Eine Bühne ist für Hip-Hop, Funk und Soul bestimmt, eine für Indie, Rock und Pop und die dritte Bühne wird mit elektronischer Musik bespielt.  
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Viele kleinere Tagesfestivals findet man in Deutschland den ganzen Sommer lang – zum Beispiel in Münster, in Nordrhein-Westfalen. Das „Nah am Wasser“-Festival hat dieses Jahr zum ersten Mal dort stattgefunden, das Besondere ist die Strandatmosphäre mitten in der Stadt. Sand, Palmen, Liegestühle und sogar ein Wasserbecken lassen das Gelände wie eine kleine Oase erscheinen. Es gibt Cocktails, Longdrinks und selbstgemachte Burger. Das Festivalgelände liegt direkt am Kanal gleich neben dem Stadthafen in Münster und findet unter freiem Himmel statt. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler machen den gesamten Tag Musik. Diese reicht von Hip-Hop, Indie-Rock – und Pop bis hin zu Singer-Songwriter. Diesen Sommer kamen 2500 Gäste zum Tagesfestival.  
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Viele Musikfestivals sind von ihren Machern mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. So hat jedes Fest seinen ganz individuellen Charakter. Da es im Sommer in Deutschland relativ lange hell bleibt, ist es besonders schön, den gesamten Tag draußen zu verbringen, Musik zu hören und zu tanzen. Wenn es dann dunkel wird, beginnt eine andere Stimmung. Dann starten die Lichtinstallationen, die oft auf die Musik abgestimmt sind. Auf vielen Festivals sieht man Besucher, die sich ihre eigene Lichtinstallation gebastelt haben, zum Beispiel mit Lichterketten und einem Regenschirm. Die Kreativität ist grenzenlos.
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Der Besuch eines Festivals bietet sich vor allem in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer an. Die Konzerte bieten eine beliebte Abwechslung zum Hochschul-Alltag. Auch einige Universitäten und Hochschulen organisieren ihre eigenen Festivals, eine gute Möglichkeit sich an der eigenen Hochschule zu engagieren und Leute kennen zu lernen und am Ende eine schöne Erfahrung mit nach Hause zu nehmen.
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