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Kajak, Kanu, Stand Up Paddling: Ein Tag auf Hamburgs Gewässern

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Hamburg ist eine Stadt, die vom Wasser lebt. Über die Elbe verlassen jeden Tag tausende Container den drittgrößten Frachthafen Europas. Außerdem schlängelt sich die Alster durch die ganze Stadt. Deshalb gibt es an warmen Sommertagen nichts Besseres, als die Hansestadt via Kanu, Kajak, Paddelboot zu erkunden. Wer mit dem Trend geht versucht sich am Stand Up Paddling. Hier ein Einblick in einen Tag an und auf dem Wasser in Hamburg.






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Wusstet ihr, dass Hamburg mehr Brücken hat als Venedig? Das liegt an den vielen Kanälen, die sich durch die Stadt ziehen. Die gesamte Stadt lebt vom Wasser. Der Hamburger Hafen beliefert über die Elbe 170 Länder mit Waren und ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands.
Die Anwohner profitieren auch von dem Wasser und entspannen am Elbstrand oder fahren mit den verschiedensten Booten durch die Alster und deren Kanäle. Wer kein eigenes Boot hat, kann sich an vielen Stellen in der Stadt Tretboote, Kajaks oder Kanus ausleihen. Für Studenten, die Bootfahren zu einem Hobby machen wollen, bietet die Universität Hamburg Kajakkurse an. Außerdem kann man dort Kanus ausleihen und Ruderkurse absolvieren. Wer eher auf der Suche nach Gesellschaft beim Kanu- oder Kajakfahren ist, kann auch an einer Wochenendtour des Hochschulsports teilnehmen. Diejenigen, die schon immer mal segeln wollten, können auch dies in Hamburg lernen. Viele Hamburger machen einen Segelschein und segeln nach Feierabend oder am Wochenende mit einem Segelboot auf der Außenalster. Hierfür gibt es von April bis September auch kostenlose Angebote des Hochschulsports.
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Wer weniger Zeit und Geld ausgeben und trotzdem mit dem Trend gehen will, der sollte Stand Up Paddling ausprobieren. Das ist die Trendwassersportart des Jahres. Dabei balanciert man auf einer Art Surfbrett und setzt es mit einem Paddel in Bewegung. Das Stand Up Paddling stammt ursprünglich aus Tahiti, wo sich Fischer auf ähnliche Weise auf Kanus auf dem Meer fortbewegten. Danach wurde die Sportart auf Hawaii und in anderen Länder immer populärer. Seit einigen Jahren erobert Stand Up Paddling die europäischen Binnengewässer und natürlich auch die Alster. Wem das zu wackelig ist, der kann sich auch ein eigenes aufblasbares Paddelboot zulegen. Das ist flexibel einsetzbar und spart die Mietkosten.
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Auch Conor Stinson ist bereits Bootsbesitzer: Mit dem eigenen aufblasbaren Boot schippert der gebürtige Kanadier zusammen mit seiner Freundin regelmäßig durch die Kanäle Hamburgs. Sie haben mich auf eine Fahrt mitgenommen. Wir starten am Bootsstieg Lattenkamp. Während der Fahrt erzählt Conor, wie er sich in Hamburg eingelebt hat. Der 24-Jährige ist Anfang dieses Jahres von den USA nach Deutschland gezogen. Erst hat ihn die Liebe zu seiner deutschen Freundin in die Hansestadt verschlagen. Mit seinem Bachelorabschluss in Business IT fand er schnell einen Job in der IT-Branche. Im Oktober 2018 wird er an der Universität Hamburg sein Masterstudium in International Business beginnen.
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Nach den ersten Metern kommen uns die ersten Stand Up Paddler entgegen. Das wollen Conor und Vanessa auch bald ausprobieren. Während wir im an prächtigen Stadtvillen vorbeifahren, müssen wir das Boot schnell Richtung Rand der Alster manövrieren. Eine Gruppe Profiruderer kommt mit hohem Tempo auf uns zu. Geschafft – wir konnten rechtzeitig ausweichen. Ansonsten geht es auf der Alster und den Kanälen ruhig zu. Nur ab und zu muss man sich vor Segel- oder Aussichtsschiffen in Acht nehmen. Jedoch hat es auch etwas Gutes, an den Rand eines Kanals gedrängt zu werden: Mit etwas Glück kann man ein paar frische Beeren an den Hängen sammeln, aber Achtung vor Dornen!
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Conor schätzt besonders die vielen Möglichkeiten, die Hamburg bietet, um in der Natur seine Freizeit zu verbringen: “Ich finde es unglaublich, wie viele ruhige Ecken es in Hamburg gibt. Es fällt schwer zu realisieren, dass es eine Millionenstadt ist.“ Auch wenn sich Hamburg für Conor oft wie ein Erholungsort anfühlt, hat sie alle Vorteile einer Großstadt: Zum Beispiel die vielen Bars und Cafés, die direkt am Wasser liegen. Wer erschöpft vom Paddeln in der Sonne ist oder vor dem Regen Unterschlupf sucht, findet an vielen Stellen ein schönes Plätzchen, um sich zu stärken. „Das fühlt sich wie Urlaub an“, sagt Conor. Dabei reicht uns eine Kellnerin nördlich der Außenalster aus einem Café Kuchen und Saftschorle direkt ins Boot.
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Danach erzählt Conor mir von seinem Start in Hamburg. Bevor er herzog, verbrachte er einige Wochen mit seiner Freundin Vanessa in Berlin. Von dort bewarb er sich an der Universität Hamburg und regelte Formalitäten, wie zum Beispiel sein Arbeitsvisum. Daraufhin bewarb er sich auf einen Job in der IT Branche in Hamburg. Schnell bekam er die Zusage. Er erhoffte sich dadurch noch einige wichtige Erkenntnisse für sein Masterstudium zu erlangen. Den Standort Deutschland wählte er nicht nur, um bei seiner Freundin zu sein, sondern weil er eine ideale Chance für seine Weiterbildung sieht: “Ich habe von vielen Ex-Studenten hier gehört, dass sie ihren späteren Arbeitgeber bereits im Studium kennengelernt haben. Das liegt oft daran, dass es eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Universitäten gibt. Das finde ich super“, sagt Conor.
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Unsere Bootstour endet heute im Hamburger Stadtpark. Er gehört zu Conors Lieblingsplätzen: „Ich mag es hier sehr. Allgemein ist das Entspannen im Park etwas sehr Schönes in Deutschland. Die Kultur sich draußen in einem kleinen Kreis zusammen zu setzen und die Natur zu genießen, begeistert mich. Ich habe elf Jahre in den USA in North Carolina gelebt, dort hat sich jeder nur nach Hause in die temperierten Räume geflüchtet“, erzählt Conor.
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Wir machen uns auf dem Weg zum nahegelegenen Planetarium, um vom Vorplatz mit vielen anderen Schaulustigen die heute stattfindende Mondfinsternis zu betrachten. Leider ist es an diesem Abend etwas bewölkt – keine gute Sicht auf den sogenannten Blutmond. Dennoch war es ein wunderbarer Tag am Hamburger Wasser. Für Conor und seine Freundin Vanessa werden hoffentlich noch viele weitere folgen – vielleicht demnächst auf dem Stand Up-Board.
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