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Hochschulsport in Deutschland: Von American Football bis Zumba

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Mit dem Hochschulsport in Deutschland kannst du eine Pause vom Lernen machen, die sowohl für deinen Kopf als auch für deinen Körper gut ist. Es gibt eine große Auswahl von Sportarten zu einem günstigen Preis. Außerdem hilft dir der Hochschulsport dabei, dich schneller in Deutschland einzuleben.








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Die meisten Studierenden in Deutschland müssen jedes Semester viele Stunden am Schreibtisch, in der Bibliothek oder im Labor verbringen. Deshalb ist es besonders wichtig, die Lernsachen auch manchmal zur Seite zu legen und zum Beispiel gegen ein Paar Turnschuhe einzutauschen. An vielen deutschen Hochschulen gibt es dafür die Möglichkeit am Hochschulsport teilzunehmen, also Sportkurse zu besuchen oder Sportanlagen zu benutzen, die von der Hochschule zur Verfügung gestellt werden. Der Hochschulsport in Deutschland bietet dir viele verschiedene Möglichkeiten, um eine Abwechslung vom Lernen zu schaffen, dich fit zu halten und neue Leute kennenzulernen. Du kannst dabei aus einem großen Angebot von Sportarten wählen: Es gibt Kurse für sehr bekannte Sportarten wie Fußball, Basketball oder Schwimmen, aber auch für solche Sportarten, die in Deutschland noch nicht so bekannt sind, wie Ultimate Frisbee, Bouldern oder Pole Dance.
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Der Hochschulsport hat neben seinem großen Angebot noch weitere Vorteile: Die Preise sind meistens sehr günstig. Du kannst teilweise schon für zehn Euro im Semester einen wöchentlichen Kurs belegen und musst oft nicht mehr als Sportkleidung und –schuhe mitbringen. Das hängt vor allem von dem jeweiligen Kurs ab und wie viel Organisation und Equipment dafür gebraucht wird. Deshalb wirst du für einen Kurs im Kanu fahren wahrscheinlich mehr bezahlen müssen als für einen Fußball-Kurs. Ein weiterer Vorteil des Hochschulsports ist, dass die meisten Kurse jedes Semester neu starten. So kannst du immer wieder eine neue Sportart ausprobieren, wenn du möchtest. Außerdem bietet dir der Hochschulsport eine gute Möglichkeit, andere Studierende, die dieselben sportlichen Interessen haben wie du, kennenzulernen und nebenbei auch noch, deine Deutschkenntnisse zu verbessern.
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Ein internationaler Studierender, der am Hochschulsport teilnimmt, ist Bruno Naredo aus Chile. Er ist 20 Jahre alt und studiert an der Universität in Bonn Politikwissenschaften und English Studies. Zurzeit belegt er unter anderem einen Kurs im Ultimate Frisbee. Dabei spielen zwei Mannschaften gegeneinander und, wie der Name schon verrät, wird mit einer Frisbeescheibe anstatt mit einem Ball gespielt. Bruno erzählt, wie er zum Ultimate Frisbee im Hochschulsport gekommen ist: „Ich habe die Spieler oft auf einer Wiese vor der Bonner Universität spielen sehen und habe gedacht: „das würde ich auch gerne machen oder machen können!“ Sie konnten die Scheibe immer ganz genau werfen, so dass sie genau den Punkt getroffen hat, wo sie ankommen sollte. Ich habe mir dann einfach vorgenommen damit anzufangen und habe mich angemeldet und jetzt bin ich in der Mannschaft. Wir sind auch zum Beispiel vor ein paar Wochen nach München gefahren zu der DHM, der Deutschen Hochschulmeisterschaft, da haben wir gespielt und es ist einfach sehr lustig und sehr interessant“.
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Bruno und seine Mannschaft treffen sich während der Vorlesungszeit einmal in der Woche, um zu trainieren. Dabei üben sie nach einem gemeinsamen Aufwärmen verschiedene Wurftechniken und Spielzüge. Der Trainer gibt der Mannschaft Anweisungen und Ratschläge, aber häufig helfen sich die Spieler auch gegenseitig, wenn zum Beispiel Mitglieder, die schon mehr Erfahrung haben, ihren neueren Mannschaftskollegen Tipps geben. Das hilft nicht nur den einzelnen Spielern ihre Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch der ganzen Mannschaft, sich besser kennenzulernen und besser miteinander zu spielen.
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Das war für Bruno ein besonders schöner Nebeneffekt: „Beim Ultimate Frisbee spielt man zusammen, man muss auf jeden Fall mit den anderen sprechen und etwas tun, dadurch lernt man neue Leute kennen und kann neue Freundschaften schließen. Als ich mit dem Studium angefangen habe, hatte ich ein Problem damit, neue Leute kennenzulernen, weil es mit der Sprache sehr schwierig war und ich war neu in der Stadt und dann traut man sich nicht, einfach so mit anderen Menschen zu sprechen. Aber im Hochschulsport bist du irgendwie gezwungen, mit anderen etwas zu tun und ich finde, das ist das Beste daran“.
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Eine positive Erfahrung mit dem Hochschulsport hat auch Marshall Porras gemacht. Er kommt aus Peru und ist ebenfalls 20 Jahre alt. Er studiert derzeit Biologie an der Universität in Bonn und belegt Kurse im Basketball, die vom Hochschulsport angeboten werden. Er erzählt, wieso er sich für die Anmeldung zum Hochschulsport entschieden hat: „Die Kurse passen echt ganz gut mit dem studentischen Stundenplan zusammen. Ich habe in Peru Basketball gespielt, da war ich noch jünger und in der Schule konnte man das auch schaffen. Aber jetzt in der Uni passt das Training am Nachmittag gar nicht für uns. Entweder haben wir Vorlesungen oder wir müssen etwas nachlesen. Dieses Angebot von der Uni war echt gut, weil ich um diese Zeit, zu der die Kurse angeboten werden, schon frei von der Uni habe“.
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Wie beim Ultimate Frisbee ist auch beim Basketball die Kommunikation mit den Mitspielern sehr wichtig. Das hilft dir, deine Deutschkenntnisse zu verbessern. Diese Erfahrung hat auch Marshall gemacht, deshalb hat er einen Tipp für andere internationale Studierende: „Wenn du auf Englisch angesprochen wirst, nicht auf Englisch antworten, sondern auf Deutsch! Man muss einfach reden und die anderen werden dir auch keine Vorwürfe machen, wenn du Fehler machst“.
Außerdem kann dir die Teilnahme am Hochschulsport helfen, deinen Alltag und dein Studium in Deutschland zu organisieren, wie Marshall erzählt: „In Deutschland gibt es verschiedene Punkte, die es manchmal schwierig machen, sich als Ausländer anzupassen. Einer ist die deutsche Sprache, der zweite ist die deutsche Gesellschaft und der dritte ist die deutsche Organisation. Die Sportarten hier an der Uni helfen dir dabei, dich besser anzupassen. Man kennt viele Leute und dadurch erweitert sich dein Freundeskreis. So lernst du auch besser Deutsch und lernst auch bestimmte Wörter, die nur junge Menschen benutzen. Außerdem hilft dir der Sport bei der Organisation: wenn du dich nicht für die Uni organisierst, bevor du deinen Sport machst, dann schaffst du das auch nicht zeitlich. Diese drei Sachen habe ich wegen Basketball an der Uni verbessert“.
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Wenn du wie Bruno und Marshall auch am Sportangebot deiner Hochschule teilnehmen möchtest, informierst du dich am besten gleich vor Ort oder auf der Website des Hochschulsports. Gib acht, dass du die Anmeldezeiten nicht verpasst, denn diese sind meistens am Anfang jedes Semesters. Mit etwas Glück hast du außerdem die Möglichkeit, einen Kurs erst einmal auszuprobieren ohne dich direkt verbindlich anzumelden.
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