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Ein Museum über den Menschen – das Deutsche Hygienemuseum

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Museen sind ein guter Ort, um mehr über ein Land, eine Region oder eine Stadt zu erfahren. Wenn ihr euch allerdings nicht so sehr für Kunstmuseen, Geschichts- oder Heimatmuseen interessiert, solltet ihr nach Dresden fahren und eines der beliebtesten Museen Deutschlands erkunden: Das Deutsche Hygienemuseum.









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Die beeindruckende Barock-Altstadt von Dresden kennt ihr sicherlich schon. Genauso wie die Sächsische Schweiz, die nur eine kurze Bahnfahrt entfernt von Dresden eine wunderbare Gelegenheit zum Wandern bietet. Wenn ihr schon einmal in der Stadt seid, dann solltet ihr ein weiteres Highlight nicht verpassen: Den Besuch im Deutschen Hygienemuseum. Schon von außen macht das Museum Eindruck. Vor dem Eingang steht eine überlebensgroße Figur eines olympischen Sportlers, der zum Kugelstoßen ansetzt. Die große Eingangshalle ist hell und verglast. Geht es hier also um Sport oder um Hygiene? Der Name ist, zugegebenermaßen, irreführend. Vielleicht hilft uns ein kurzer Blick in die Geschichte. Das Museum wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, um die Menschen über Hygiene und Gesundheit aufzuklären. Also doch Hygiene! Schnell wandelte sich das Museum aber zu einem Ort, der den Menschen und seine Anatomie zeigte. Das war einmalig und eine weltweite Sensation.
Wenn ihr den ersten Raum der Dauerausstellung betretet, versteht ihr sofort, warum das Museum schon vor 80 Jahren für Staunen sorgte. Hier steht der „Gläserne Mensch“. Das ist ein dreidimensionales, lebensgroßes Modell des Menschen aus Glas, durch das ihr das Skelett, die inneren Organe, Blutgefäße und Nervenbahnen sehen könnt. Im Ausstellungsraum könnt ihr euch über die Geschichte der Anatomie informieren, sehen, wie eine Hand sich durch zu viel Röntgenstrahlung verändert und über das Idealbild des menschlichen Körpers philosophieren.

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Die Dauerausstellung hat insgesamt sieben Themenräume. Es geht um den Gläsernen Menschen, Leben und Sterben, Essen und Trinken, Sexualität, Erinnern-Denken-Lernen, Bewegung und Schönheit. In jedem Raum findet ihr Ausstellungsgegenstände, die ihr so kaum irgendwo anders findet. Ihr könnt in das innere einer Zelle hineinschauen, die Entwicklung eines Fötus bis zum Säugling an lebensechten Exponaten nachvollziehen, eine Eiserne Lunge, die früher zur Beatmung benutzt wurde, begutachten und Gerüche erraten. Damit es nicht langweilig wird, gibt es in jedem Raum verschiedene Möglichkeiten das Museum interaktiv zu entdecken. Ihr könnt ausprobieren, wie es sich anfühlt, als alter Mensch nicht mehr richtig sehen und hören zu können oder eure Geschicklichkeit im Bewegungsraum testen.

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Agnes Cseh besuchte das Hygienemuseum im Rahmen eines Stipendiatentreffens in Dresden. Sie kommt aus Ungarn, ist 30 Jahre alt und kam 2010 für ihr Mathematikstudium an die Technische Universität Berlin. Die Stiftung organisierte eine Führung durch die Dauerausstellung und es gab die Möglichkeit darüber hinaus auch noch weitere Ausstellungen des Museums zu besuchen. „Den Namen des Museums fand ich vor dem Besuch nicht allzu interessant“, resümiert Agnes, „aber die Ausstellung spricht für sich“. Besonders gefallen hat ihr der Mix zwischen Objekten zum Ausprobieren, die auch für Kinder spannend sind und gleichzeitig die detaillierten Beschreibungen und Hintergründe der Ausstellungsgegenstände. Beeindruckt hat Agnes vor allem der zweite Ausstellungsraum mit den Darstellungen zur Schwangerschaft und Geburt. „Man konnte sich ein Video ansehen, welches Mütter und Väter zeigte, die ihr Baby das erste Mal in der Hand gehalten haben. Ich fand es sehr berührend.“
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