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DWIH-Jahresbericht 2018

Logo https://pageflow.daad.de/dwih-jahresbericht-2018

Einführung

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Sichtbarkeit erhöhen
Der gemeinschaftliche Auftritt erhöht die Sichtbarkeit deutscher Innovationsträger im Sitzland. Als zentrale Anlaufstellen versammeln die DWIH zahlreiche Akteure aus Wissenschaft und forschender Wirtschaft: Interessierte können sich schnell und zielgerichtet informieren.

Wissen vermitteln
Die DWIH steigern das Wissen über die deutsche Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationslandschaft sowie die des Sitzlandes für die Akteure beider Länder.

Beratung anbieten
Durch die Beratung der DWIH wissen die erreichten Akteure aus dem Sitzland, wen sie im Bereich Wissenschaft, Forschung und Innovation in Deutschland ansprechen können. Neu vermittelte Kontakte ermöglichen Forschungskooperationen und Forschungsaufträge.

Vernetzung ermöglichen
Über die DWIH gelingt es, Akteure vor Ort mit deutschen Innovationsträgern zu vernetzen und diese zu einem stärkeren Engagement im Sitzland zu motivieren. Es entsteht eine wertvolle Basis für den Ausbau strategischer Aktivitäten.

www.dwih-netzwerk.de/de/ueber-uns
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Die fünf DWIH-Standorte im Fokus

DWIH kompakt

• 5 Innovationsforen an 5 herausragenden Standorten
• eine Initiative von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
• rund 100 Unterstützer weltweit
• Gesamtverantwortung durch den DAAD in Bonn

Tokyo

Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo

Neu-Delhi

Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Neu-Delhi

New York

Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus New York

São Paulo

Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo

Bonn

DWIH-Geschäftsstelle Bonn

Moskau

Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau

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Impressum

Herausgeber
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)

Kennedyallee 50
D-53175 Bonn

Tel.: +49 228 882-0
Fax: +49 228 882-444

E-Mail: webmaster@daad.de
Internet: www.daad.de

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Präsidentin Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Margret Wintermantel

Registergericht Bonn
Registernummer VR 2107
Umsatzsteuer-IdNr.: DE122276332

Verantwortlicher i. S. v. § 55 Abs. 2 RStV:
Dr. Dorothea Rüland

Redaktion und Gestaltung
FAZIT Communication GmbH
Frankfurt am Main

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,


wie wird unsere Arbeitswelt in Zukunft aussehen? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung darauf, wie wir unsere Arbeitsweisen und Arbeitsinhalte künftig gestalten? Welche Herausforderungen bringt sie mit sich? Fragen wie diese werden aktuell nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern relevant. Zahlreiche Gesellschaften weltweit stehen vor dieser grundlegenden Umwälzung.

Hier zeigt sich einmal mehr, wie sinnvoll und hilfreich eine Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinaus ist. Wir haben oft ähnliche Herausforderungen, können voneinander lernen und gemeinsam die besten Lösungen finden. Ein herausragendes Beispiel dafür war die Arbeit der Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) im Jahr 2018. Unter der Überschrift „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ haben sich alle fünf Häuser dieses hochaktuellen Themas angenommen und es gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung der Sitzländer aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Der vorliegende Jahresbericht gibt dazu aufschlussreiche Einblicke.

Aber auch über das Jahresthema hinaus haben die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser mit zahlreichen Veranstaltungen, Präsentationen und Initiativen den Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationsstandort an Innovationshubs weltweit präsentiert. Sie haben Kontakte geknüpft, Projekte angestoßen und das internationale Portfolio der deutschen Wissenschafts- und Forschungslandschaft weiter ausgebaut.

Für das große Engagement der beteiligten Partner – BMBF und BMWi, Allianz der Wissenschaftsorganisationen, DIHK und BDI – und die hervorragende Zusammenarbeit im Rahmen der Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser bedanke ich mich im Namen des Auswärtigen Amts sehr herzlich. Ausdrücklich würdigen möchte ich die Tätigkeit der Direktorinnen und Direktoren, Programmkoordinatorinnen und -koordinatoren und der Vorsitzenden der lokalen Beiräte, sowie das Gesamtmanagement des DAAD, das aus den fünf Häusern inzwischen ein echtes Netzwerk hat entstehen lassen.

Ihre
Antje Leendertse
Staatssekretärin des Auswärtigen Amts

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die digitale Transformation bestimmt immer mehr, wie Güter produziert und Dienstleistungen erbracht werden und wie Wissen kommuniziert wird: Und damit auch wie Menschen in Produktions- und Arbeitsprozesse eingebunden sind. Die Digitalisierung der Arbeitswelt umfasst neben den technologischen auch psychologische, soziale und normative Veränderungsprozesse. Dabei betrifft sie – da wir in weltumspannende Wirtschaftsstrukturen eingebunden sind – alle Weltregionen. Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) haben diese globale Herausforderung unter dem verbindenden Jahresthema „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ im Jahr 2018 aufgegriffen und aus den Blickwinkeln der jeweiligen Zielländer in diversen Aktivitäten beleuchtet. Dabei präsentierte sich Deutschland als Land, das die Digitalisierung und ihre Folgen für die Arbeitswelt als Chance begreift, die es klug zu nutzen gilt.

Globale Zukunftsfragen können nur in internationaler Kooperation und im Verbund aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft gelöst werden. Dies ist auch die Einsicht, die zur Gründung der DWIH geführt hat. An fünf strategischen Standorten werden die Voraussetzungen für einen internationalen und interdisziplinären Austausch geschaffen. Dort bündeln sie die internationalen Aktivitäten deutscher Hochschulen, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen und der forschenden Wirtschaft und stärken damit Deutschland als Forschungs-, Wissenschafts- und Innovationsstandort.

Der DAAD hat vor zwei Jahren die Aufgabe, die Häuser als globales Netzwerk und Plattform der Begegnung weiterzuentwickeln, mit Tatkraft angenommen. Die vorliegende Publikation zeigt, wie erfolgreich die Arbeit des DAAD im vergangenen Jahr gewesen ist. Darin drückt sich die synergetische Zusammenarbeit aller die DWIH tragenden Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus. Dafür möchte ich allen Beteiligten ausdrücklich danken.

Ihre
Prof. Dr. Margret Wintermantel
Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD)

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Liebe Leserinnen und Leser,

Forschung, Wissenschaft und zukunftsweisende Innovationen sind elementare Grundsteine der Prosperität und des wirtschaftlichen Erfolgs unserer Gesellschaft. Das deutsche Wissenschaftssystem findet international Beachtung, die Leistungen im Industrietransfer, die Netzwerke zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind weltweit beispielhaft. Im missionsorientierten Kanon zwischen Lehre, grundlagen- sowie anwendungsorientierter Forschung für die Industrie stellt das intellektuelle Kapital eine bedeutende Ressource Deutschlands im 21. Jahrhundert dar.

Digitale Technologien ermöglichen uns heute, in noch nie dagewesener Weise Wissen zu teilen und relevante Informationen sowie große Datenmengen zu sammeln und auszuwerten. Darauf basierende Technologien und Informationen ermöglichen Deutschlands internationale Technologieführerschaft zum Beispiel im Bereich Industrie 4.0.

Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) bilden diese synergetische Wertschöpfungskette der deutschen Forschungslandschaft an ihren internationalen Standorten ab. Hier vereinigen sich exzellente Wissenschaft, Forschenden- und Studierendenaustausch sowie Industrieforschung im Schulterschluss mit deutschen diplomatischen Vertretungen und Akteuren der deutschen Wirtschaft im Ausland zu echten Zukunftsthemen.

Auch im Namen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, deren Federführung Fraunhofer 2018 innehatte, begrüße ich die wertvolle Arbeit, die an den DWIH weltweit geleistet wird. Wir hatten im vergangenen Jahr das Privileg, die internationale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit als ein Schwerpunktthema der zehn Allianz-Organisationen wesentlich zu gestalten.

Für die DWIH war 2018 ein wichtiges Jahr. Die Tragfähigkeit der neuen Struktur und die Verknüpfung der Einzelstandorte wurden erfolgreich unter Beweis gestellt. Mit ihren lokalen Netzwerken sind die DWIH heute Botschafter der deutschen Wissenschaftslandschaft in einer globalisierten Welt, die den Forschungsstandort Deutschland für internationale Kooperationen wirkungsvoll und zukunftsweisend stärken.

Ihr
Prof. Dr. Reimund Neugebauer
Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
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Direktor
Dr. Andreas Hoeschen

Programmkoordinator
Mikhail Rusakov

Beiratsvorsitzender
Tobias Stüdemann (Freie Universität Berlin)

Adresse
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau
Leninskij Prospekt 95a
119313 Moskau, Russland

Kontakt
info@dwih-moskau.org
www.dwih-moskau.org

Unterstützer des DWIH Moskau
www.dwih-moskau.org/de/netzwerk/unterstuetzer/
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Dr. Andreas Hoeschen, Direktor des DWIH Moskau
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„Auch im Jahr 2018 spiegelte die Arbeit des DWIH Moskau die zahlreichen Facetten der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen. Bei Veranstaltungen des DWIH trafen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland auf russische Start-up-Unternehmer, und es vernetzten sich führende deutsche Unternehmen mit russischen Forschern. Interdisziplinäre Diskussionen über die innovative Gestaltung von Arbeitswelten zeigten auf, wie groß in beiden Ländern die Schnittmenge bei der Suche nach Lösungswegen ist.“

Dr. Andreas Hoeschen

Das Forschungs- und Innovationszentrum Skolkowo rund 17 Kilometer südwestlich des Moskauer Zentrums ist Konzentrationspunkt sowohl russischer Start-ups als auch internationaler Unternehmen, bei denen das Thema Innovation in den Fokus gerückt ist. Die Entwicklung innovativer Start-ups zählt zu den Schwerpunkten der deutsch-russischen Zusammenarbeit, der sich das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in Moskau verschrieben hat. „Der Standort Skolkowo ist für die Arbeit des DWIH Moskau sehr relevant, da dort Zukunftstechnologien nicht nur aus der Forschungsperspektive betrachtet werden, sondern auch mit Blick auf ihre konkrete Umsetzung, etwa durch die Einführung moderner Geschäftsmodelle“, sagt Dr. Andreas Hoeschen, Direktor des DWIH Moskau.

NEUE MÖGLICHKEITEN
So passte es gut, dass das DWIH Moskau gemeinsam mit anderen Organisationen wie etwa der Skolkowo-Stiftung und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer im Mai 2018 nach Skolkowo einlud, um dort im „Startup Village“ in einer Diskussionsrunde unter dem Titel „Deutschlands Innovationsökosystem: Chancen für russische Start-ups“ Vertreter von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen aus Russland und Deutschland sowie Repräsentanten der Innovations- und Gründerzentren mehrerer Bundesländer zusammenzubringen. Sie sprachen über Möglichkeiten, Forschungsprojekte zu initiieren und deren Ergebnisse in die Praxis umzusetzen. Firmen wie beispielsweise Bayer, SAP und Bosch präsentierten ihre Programme zur Unterstützung von Start-ups in Deutschland und Russland. Vertreter der Germany Trade and Invest (GTAI) legten dar, wie internationalen und russischen Start-ups beim Eintritt in den deutschen Markt geholfen werden kann. „Das Startup Village trägt zum Dialog zwischen Wissenschaft und Forschung, Staat und Wirtschaft bei, der für die Entwicklung eines Innovationsökosystems unabdingbar ist“, betonte Thomas Graf, Leiter der Wirtschafts- und Wissenschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Moskau. Ein wichtiger Bestandteil sei dabei die internationale Kooperation.

FÜR EINE HUMANE ARBEITSWELT
Das Jahresthema aller DWIH im Jahr 2018 „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ war jedoch nicht nur auf der Veranstaltung in Skolkowo präsent, sondern zum Beispiel auch während einer Podiumsdiskussion unter dem gleichnamigen Titel Anfang Dezember in Moskau. Dazu hatte das DWIH gemeinsam mit der Deutschen Botschaft und der Nationalen Forschungsuniversität Higher School of Economics eingeladen – und mehr als 100 Interessierte kamen. In Russland ansässige Unternehmen wie zum Beispiel der deutsche Baustoffhändler Knauf zeigten dort, wie sie auf die Digitalisierung reagieren. So setzt das Knauf-Management auf innovative Ausbildungskonzepte und -methoden, um die Beschäftigten auf neue Kompetenzanforderungen auf dem Gebiet der Digitalisierung vorzubereiten. Das Unternehmen hat etwa eine eigene Akademie aufgebaut, die Lehrpläne entwickelt, testet und anwenden lässt. „Beispiele wie diese auf dem Gebiet des lebenslangen Lernens zeigen, dass es bei der Digitalisierung nicht nur um die technische Optimierung gehen darf, sondern dass sie auch menschengerecht umgesetzt werden muss, um eine humane Arbeitswelt weiterzuentwickeln“, betont Andreas Hoeschen.

DIALOG IN DER GRUNDLAGENFORSCHUNG
Die Arbeit des DWIH zeichnete sich auch 2018 durch die Vielfalt der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen aus. Bestens bewährt hat sich zum Beispiel die „Deutsch-Russische Woche des jungen Wissenschaftlers“, die 2018 bereits zum achten Mal stattfand. Der DAAD, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das DWIH hatten dazu im September für mehrere Tage an das gastgebende German-Russian Institute of Advanced Technologies (GRIAT) der Kasaner Nationalen Technischen Forschungsuniversität eingeladen. „Dieser Dialog ist in der Grundlagenforschung das Fundament des deutsch-russischen Wissenschaftsaustauschs“, hebt Hoeschen hervor. Erfahrene Wissenschaftler und Nachwuchsforscher nutzten in Kasan die Gelegenheit, um sich zum Thema „Chemical Energy Storage and Conversion“ auszutauschen. Dies habe, so der DWIH-Direktor, wichtige Anknüpfungspunkte gegeben für weitere deutsch-russische Kooperationen.

GLOBALE HERAUSFORDERUNGEN
Wissenschaftspolitisch stand für das DWIH im Jahr 2018 vor allem der Workshop „Internationale Kooperation in Forschung und Innovation“ im Mittelpunkt, zu dem die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Higher School of Economics gemeinsam mit dem DWIH eingeladen hatten. Mehr als 100 Teilnehmer formulierten Empfehlungen, wie internationale Zusammenarbeit mit Leben gefüllt werden kann – mit dem Ziel, die Forschung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit eines Landes unter Berücksichtigung der großen globalen Herausforderungen auszubauen. „Wir konnten ein Forum bieten für die besten Strategien zum Aufbau nachhaltig wirkender Innovationspartnerschaften in der Wissenschaft. In diesem Rahmen präsentierten sich deutsch-russische Kooperationen als Best-practice-Beispiele“, bilanziert Andreas Hoeschen. Davon werde die deutsch-russische Zusammenarbeit langfristig profitieren.

Autor
Benjamin Haerdle
Dr. Andreas Hoeschen, Direktor des DWIH Moskau
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NETZWERKER IN MOSKAU

Mikhail Rusakov, Programmkoordinator des DWIH Moskau
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Wertvolle Kontakte in die Wirtschaftswelt pflegt das DWIH Moskau. „In der russischen Hochschullandschaft wird angewandter Forschung und dem Austausch mit der Wirtschaft wachsende Bedeutung beigemessen“, sagt Mikhail Rusakov, Programmkoordinator des DWIH Moskau. Das DWIH unterstützte diese Entwicklung 2018 zum Beispiel, in dem es das in Russland sehr aktive Landwirtschaftstechnik-Unternehmen Claas zu einer Veranstaltung über Robotisierung in der Arbeitswelt einlud und dort den Austausch mit Hochschulen und Forschungsinstitutionen ermöglichte.

Wissenschaft und Wirtschaft nähern sich in Russland zunehmend an

„Viel Aufmerksamkeit hat auch unser deutsch-russisches Symposium über die ‚Lebenswissenschaften als eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft‘ erzielt“, sagt Mikhail Rusakov. Der Besucherandrang und die zahlreichen positiven Rückmeldungen nach der Veranstaltung sind nicht zuletzt auf die Beteiligung prominenter deutscher Unternehmen zurückzuführen: Das DWIH und die Deutsche Botschaft Moskau organisierten das Symposium gemeinsam mit den Konzernen Bayer und Merck. Bayer fördert mit seinen Programmen Grants4Apps und CoLaborator auch russische Start-ups. Mikhail Rusakov betont: „Es gibt in Russland ein sehr großes Interesse an der erfolgreichen Kommerzialisierung von Forschungsprojekten.“
Mikhail Rusakov, Programmkoordinator des DWIH Moskau
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Drei Fragen an Tobias Stüdemann, Beiratsvorsitzender des DWIH Moskau

Tobias Stüdemann, Beiratsvorsitzender des DWIH Moskau
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Herr Stüdemann, was hat aus Ihrer Sicht die Arbeit des DWIH Moskau im Jahr 2018 besonders geprägt?
Das DWIH Moskau hat 2018 erneut zahlreiche Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Tagungen organisiert. Diese Vielfalt der Veranstaltungen geht auf den großen Unterstützerkreis des DWIH aus Wissenschaft und Wirtschaft zurück. Wie bereits in den Jahren zuvor waren 2018 zum Beispiel die „Helmholtz-Wintergespräche“ und die „Deutsch-Russische Woche des jungen Wissenschaftlers“ wichtige Veranstaltungen. Herausragend waren natürlich auch die Feiern zum 50-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen der Freien Universität Berlin und der St. Petersburger Staatlichen Universität. Diese Veranstaltungen fügen sich ideal in die Formate des Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperation und Wissenschaft ein, das im Dezember 2018 eröffnet wurde und für welches das DWIH Moskau als zentraler Ansprechpartner für die deutschen Aktivitäten in Russland fungiert.

„Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ lautete das DWIH-Jahresthema 2018. Welche neuen Impulse hat das für die deutsch-russischen Beziehungen gebracht?
Für das DWIH Moskau hat das Jahresthema sehr gut gepasst, weil es von russischer Seite den großen Wunsch gibt, die Digitalisierung stärker in den Vordergrund zu rücken, was sich zum Beispiel in staatlichen Förderprogrammen niederschlägt. Das DWIH Moskau hat Veranstaltungen rund um „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ angeboten, auch um deutsche Innovationen in der russischen Hochschullandschaft bekannter zu machen. Grundsätzlich gilt aber, dass die Impulse des DWIH weit über das Jahresthema hinausgegangen sind. Das Haus und der Kreis seiner Unterstützer verfolgen ständig eine Vielzahl zukunftsrelevanter Themen.

Wie verändert die Arbeit des DWIH die Wissenschafts- und Innovationslandschaft Russlands und Deutschlands?
Das ist ein langfristiger Prozess. Natürlich entstehen aus einer wissenschaftlichen Tagung nicht ohne Weiteres 20 neue Kooperationsprojekte. Es geht vielmehr darum, regelmäßig und zuverlässig Kontakte zu ermöglichen, die letztlich in konkrete Kooperationen und Innovationen münden. Das DWIH Moskau unterstützt diese Entwicklung sehr aktiv und engagiert sich dafür auch außerhalb der Hauptstadt in den Regionen Russlands. Dieses Engagement werden wir weiter ausbauen und auch neue Veranstaltungsformate umsetzen. Das Deutsch-Russische Jahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft 2018–2020 wird dabei hoffentlich für zusätzliche Sichtbarkeit sorgen.

Interview
Benjamin Haerdle

Tobias Stüdemann, Beiratsvorsitzender des DWIH Moskau
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Direktorin
Heike Mock

Programmkoordinatorin
Aadishree Jamkhedkar

Beiratsvorsitzender
Dr. Matthias Kiesselbach (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Adresse
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Neu-Delhi
21 Jor Bagh
New Delhi – 110003, Indien

Kontakt
info@dwih-newdelhi.org
www.dwih-newdelhi.org

Unterstützer des DWIH Neu-Delhi
www.dwih-newdelhi.org/de/netzwerk/unterstuetzer/
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Heike Mock, Direktorin des DWIH Neu-Delhi
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„Wir legen Wert darauf, indische und deutsche Akteure zu ausgewählten Themen möglichst konkret zusammenzubringen. Unsere Veranstaltungsformate sind passgenau auf spezifische Zielgruppen ausgerichtet: Studierende, etablierte Akademiker oder auch Industrievertreter. Wir erreichen damit jeweils ein großes und sachkundiges Publikum. Auch dank wiederkehrender Veranstaltungsformate wie den Science Circle Lectures oder dem Indo-German Dialogue ist das DWIH Neu-Delhi in der indischen Wissenschafts- und Innovationslandschaft ein Begriff.“

Heike Mock

Die Qualität von Kokosmilch kann man hören, ohne die Kokosnuss zu öffnen – vorausgesetzt, man hat die sensible Wahrnehmung von älteren Generationen gelernt. Dieses traditionelle Wissen fehlt aber der Kosmetikindustrie, die in Indien viel mit Kokosöl arbeitet. Eine schlechte Kokosnuss kann also schnell eine ganze Produktionseinheit ruinieren und dem Hersteller empfindlich schaden. Was ein Ohr leistet, muss dann auch ein Sensor können, dachte sich der junge Forscher Veera Shanthi Ram M vom National Engineering College in Kovilpatti. Er erfand mit seinem Team einen solchen Sensor, der schlechte Kokosnüsse von guten unterscheiden kann, und setzte sich 2018 mit dieser Idee beim Innovationswettbewerb „Falling Walls Lab India“ gegen 287 andere Bewerber durch. „Wir hatten als Ausrichter die weltweit größte Bewerberzahl der Falling Walls Labs“, sagt Heike Mock, die Direktorin des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) Neu-Delhi. Die große Resonanz zum wissenschaftlichen Talentwettbewerb passt zur indischen Gesellschaft, die im Durchschnitt gerade einmal 28 Jahre alt ist.

JUGEND IM FOKUS
Der wissenschaftliche Nachwuchs, der in Indien an die Universitäten strömt und die Arbeitswelt der Zukunft prägen wird, ist eine der wichtigsten Zielgruppen des DWIH Neu-Delhi. Für eine breite Wahrnehmung des DWIH unter den jungen Forschenden sorgte 2018 zudem erneut das Format „Young Innovators Tour“. Studierende aus Bremen begleiteten das DWIH auf das Techfest des Indian Institute of Technology (IIT) Bombay und präsentierten dort ihre fußballspielenden humanoiden Nao-Roboter. Zu Asiens größtem von Studierenden organisierten Wissenschafts- und Technologiefestival zieht es jährlich an einem einzigen Wochenende rund 50.000 Besucher. Den Stand des DWIH mit dem Bremer „B-Human“-Team – international bekannt als sechsfacher RoboCup-Weltmeister – nahmen 2018 rund 15.000 junge Menschen aktiv wahr. „Ein großer Erfolg“, sagt Heike Mock, die den Besuch des Techfest fortan ins reguläre DWIH-Veranstaltungsprogramm integrieren möchte. „Auf diese Weise können wir den zwischenmenschlichen Austausch und die Zusammenarbeit junger Nachwuchswissenschaftler aus Indien und Deutschland auf einer informellen Ebene forcieren und zugleich als Institution noch sichtbarer werden.“

MENSCH UND COMPUTER
Um die Interaktion von Mensch und Maschine ging es im Februar 2018 auch in einer Science Circle Lecture zum Thema „Empowering Digital Media“: Professor Rainer Malaka von der Universität Bremen diskutierte mit dem Publikum über Human Computer Interaction – und wie sie das menschliche Denken, Kommunizieren und Arbeiten verändert. Bis hin zu Computerspielen, die mühsame Arbeiten flankieren und sie somit leichter und abwechslungsreich werden lassen, wie Malaka verdeutlichte. Die Science Circle Lectures sind eine weitere Veranstaltungsreihe, mit der sich das DWIH Neu-Delhi in der indischen Forschungs- und Innovationslandschaft längst einen Namen gemacht hat: Mit hochkarätigen Wissenschaftlern aus Deutschland besetzte akademische Vorträge laden in regelmäßigen Abständen zur Diskussion ein.

FRUGALE INNOVATIONEN
Besonders gefragt sind in Indien „frugale Innovationen“, die in unterschiedlichsten Branchen die Entwicklung schlanker, kostengünstiger Lösungen zum Ziel haben – insbesondere durch die Konzentration auf absolut notwendige Funktionen und die Verwendung bereits existierender und zugekaufter Komponenten. Innovationen, die den Menschen die Arbeit erleichtern, aber keine Jobs vernichten. Mit seinen Seminaren zu „Frugal Innovations“ antwortet das DWIH Neu-Delhi auch auf diese Strömung. „Exzellente Lösungen, die sich die Menschen leisten können, sind für Indien ein ganz wichtiges Thema, zum Beispiel im Bereich Gesundheit oder Energie“, sagt Heike Mock. „Deshalb begleiten wir dieses Thema und achten auch darauf, was sich diesbezüglich in der Start-up-Szene tut.“

DEUTLICH GEWACHSENES NETZWERK
Neben dem Publikum aus den Hochschulen erreicht das DWIH zunehmend Vertreter aus der indischen Industrie. Den Grund sieht Heike Mock in der passgenauen Ausrichtung der Veranstaltungen. „Wir greifen sehr gezielt Themen auf, die in Indien von Interesse sind, und schauen dann, was wir dazu aus Deutschland anbieten können.“ Dieser Erfolg spiegelt sich auch in den Rückmeldungen über die Sozialen Medien und den Folgeanfragen nach gemeinsamen Veranstaltungen, die das DWIH erhält. Diese beziehen sich vor allem auf die Themen Innovation und Start-up-Szene. „Das DWIH-Netzwerk ist 2018 deutlich gewachsen“, sagt Heike Mock.

INNOVATION UND INKUBATION
Ein weiteres zentrales Veranstaltungsformat des DWIH Neu-Delhi ist der Indo-German Dialogue, der sich im September 2018 beispielsweise der Kooperation von akademischer Welt und Industrie widmete. „Innovation und Inkubation sind derzeit an vielen indischen Hochschulen ein prominentes Thema“, erläutert Heike Mock. Das DWIH Neu-Delhi stellt sich der Frage, wie man Menschen dabei unterstützen kann, aus ihrer Forschung heraus Produkte zu entwickeln und sie letztlich auf den Markt zu bringen. „Deutschland kann dazu viele erfolgreiche Beispiele bieten – und unsere entsprechenden Veranstaltungen mit hochrangigen Vertretern aus Industrie und Hochschulen beider Länder erfreuen sich großer Resonanz.“

Autorin
Bettina Mittelstraß
Heike Mock, Direktorin des DWIH Neu-Delhi
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IDEENBOTSCHAFTERIN IN NEU-DELHI

Aadishree Jamkhedkar, Programmkoordinatorin des DWIH Neu-Delhi
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Indische Universitäten als ein Nährboden für erfolgreiche Start-ups waren ein Thema des großen, vom DWIH Neu-Delhi ausgerichteten Indo-German Dialogue im September 2018. „Uns geht es ganz grundsätzlich darum, mit unseren Veranstaltungen innovative Ideen vorzustellen“, sagt Aadishree Jamkhedkar, Programmkoordinatorin des DWIH. „Dabei legen wir besonderen Wert darauf, nicht nur Experten, sondern ein möglichst breites Publikum anzusprechen.“

Forschungsarbeit zum Klimawandel stößt in Indien auf großes Interesse

Ein breites Publikum erreicht das DWIH Neu-Delhi mit vielfältigen Formaten. So machte die „Frugal Innovations“-Tour des DWIH mit deutschen und indischen Experten zweimal in Bangalore und einmal in Pune Station. Einen besonderen Schwerpunkt legte das DWIH 2018 zudem auf das Thema Klimawandel. Die Science Circle Lectures „Monsoon Forecast under Climate Change“ und „New Insights and Hot Topics from Climate Science“ wurden in Neu-Delhi mit Referenten des renommierten Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) bestritten. „Wie viele andere Menschen in Indien interessiert mich das Thema Klimawandel besonders“, macht Aadishree Jamkhedkar deutlich. „Beide Veranstaltungen boten die Chance, gut verständliche Einblicke von hochkarätigen Wissenschaftlern zu erhalten.“
Aadishree Jamkhedkar, Programmkoordinatorin des DWIH Neu-Delhi
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Drei Fragen an Dr. Matthias Kiesselbach, Beiratsvorsitzender des DWIH Neu-Delhi

Dr. Matthias Kiesselbach, Beiratsvorsitzender des DWIH Neu-Delhi
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Herr Dr. Kiesselbach, vor dem Hintergrund des DWIH-Jahresthemas „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“: Wie blickt die indische Gesellschaft in die Zukunft?
Beeindruckend ist die optimistische Grundhaltung. Die Zusammenarbeit mit Robotern, autonomen Systemen und Künstlicher Intelligenz beschäftigt die Menschen natürlich, aber es gilt die Einschätzung: Die Zukunft wird nicht schlechter als die Gegenwart, sondern wahrscheinlich besser, denn die Roboter übernehmen die unangenehmen Arbeiten und die angenehmen bleiben den Menschen vorbehalten. Bei allem Optimismus gibt es aber auch warnende Stimmen. Ob Roboter, autonome Systeme oder Künstliche Intelligenz den Massen von prekär beschäftigten Menschen im informellen Sektor zugutekommen werden, ist durchaus fraglich.

Welche Entwicklungen zeichnen sich in Indiens Forschungs- und Innovationslandschaft ab?
Für Forschung und Innovation wird im Vergleich mit Deutschland relativ zum Bruttoinlandsprodukt deutlich weniger Geld ausgegeben. In absoluten Zahlen nehmen die Ausgaben allerdings zu. Es ist wichtig zu sehen, dass Indien ein enormes Wirtschaftswachstum von bis zu acht Prozent verzeichnet. Immer mehr Menschen streben an die Universitäten, und damit wächst wiederum auch der Forschungssektor. Es werden viele neue, forschungsstarke Eliteuniversitäten gegründet. Vor allem in den Fachrichtungen Materialwissenschaften, Informatik und Chemical Engineering ist das für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als potenzielle Kooperationspartner sehr interessant. Auch viele Bereiche der Lebenswissenschaften sind in Indien sehr gut aufgestellt. Die indische Forschungspolitik setzt stark auf angewandte Forschung, Produktentwicklung und die Lösung sozialer Probleme, aber man findet in Indien auch ganz hervorragende Grundlagenforschung.

Wie reagiert das DWIH Neu-Delhi darauf?
Ein sehr „indisches“ Thema, dessen sich das DWIH in letzter Zeit angenommen hat, ist die Idee der „frugalen Innovation“. Hier geht es darum, sich in der Produktentwicklung radikal auf die wichtigsten Funktionen zu konzentrieren – und dann dafür zu sorgen, dass das Produkt kostengünstig wird und die Masse – anstatt kleine Kundenkreise – erreicht. Dies hat übrigens nichts mit „Lowtech“ zu tun. Auch Hightech-Produkte können frugal sein. In diesem Themenfeld zwischen Wissenschaft und Wirtschaft können deutsche Forscher und Entwickler viel von ihren indischen Kollegen lernen. Und auch dafür steht das DWIH: Menschen zu vernetzen. Im Thema der „frugalen Innovation“ ist das sehr gut gelungen.

Interview
Bettina Mittelstraß

Dr. Matthias Kiesselbach, Beiratsvorsitzender des DWIH Neu-Delhi
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DWIH New York

Direktor
Benedikt Brisch

Programmkoordinator
Dr. Gerrit Rößler

Beiratsvorsitzender
Professor Dr. Kurt H. Becker
(NYU Tandon School of Engineering)

Adresse
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus New York
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017, USA

Kontakt
info@dwih-newyork.org
www.dwih-newyork.org

Unterstützer des DWIH New York
www.dwih-newyork.org/de/netzwerk/unterstuetzer/
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Benedikt Brisch, Direktor des DWIH New York
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„Unsere transatlantische Aufgabe besteht auch darin, von der Geschichte deutscher Innovationen zu erzählen. Wie konnten wir unsere Innovationskraft entwickeln? Ich denke, das ist Deutschland nur gelungen, weil es immer offen und interessiert war und nach neuen Entwicklungen weltweit Ausschau gehalten hat. Die USA mit ihrer besonders dynamischen Innovationslandschaft waren und sind ein Vorbild. Das DWIH New York möchte ein Radar sein, das neue Trends und Innovationsimpulse erspürt.“

Benedikt Brisch


Während des zweiten Panels der Veranstaltung „Future of XR“, zu der das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus New York Ende Oktober 2018 eingeladen hatte, um über die Zukunftstechnologien Virtual und Augmented Reality zu debattieren, tritt Kathleen Schröter vom Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut in Berlin ans Mikrofon. Ob jemand schon einmal von Fraunhofer gehört habe, fragt sie ins Publikum. Ein paar Hände gehen nach oben, irgendjemand ruft „MP3“. Schröter lächelt – und bringt den Zuhörenden näher, dass die Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur hinter der Erfindung von MP3 stehe: „Wenn Sie auf Ihrem Smartphone ein Video abspielen, ist es höchstwahrscheinlich mit einem von uns entwickelten Verfahren encodiert worden.“

INTERESSE UND BEGEISTERUNG
Mit solchen Einblicken lässt sich auch ein US-amerikanisches Publikum beeindrucken. „Unser Hauptziel ist der Dialog zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Innovationslandschaft“, sagt Benedikt Brisch, Direktor des DWIH New York. „Entscheidend ist es zunächst, deutsche Forschungskompetenz in ihrer Stärke wahrnehmbar zu machen.“ Das gelingt immer wieder aufs Neue: „Die amerikanischen Gesprächspartner sind grundsätzlich begeistert von Deutschland, schätzen die Innovationskraft und wollen noch mehr erfahren.“ Eine wiederkehrende Frage sei: „Wie macht ihr das?“

MITTELSTÄNDISCHE WELTMARKTFÜHRER
Während es bei „Future of XR“ vor allem darum ging, einen stärker marktorientierten US-amerikanischen Ansatz um deutsche Forschungsexpertise zu ergänzen, widmete sich die Veranstaltung „Hidden Champions“ im Mai 2018 der Rolle der Unternehmen im deutschen Innovationssystem. Das Phänomen mittelständischer, hoch spezialisierter Firmen aus Deutschland, die sich zu Weltmarktführern entwickelt haben, ist in den USA oft noch unbekannt. Und auch mit Blick auf die Entstehung von Innovationen stellt Benedikt Brisch Unterschiede zwischen beiden Ländern heraus: „Die USA sind geprägt von disruptiven Innovationen, die sich durch einen sprunghaften, fast revolutionären Charakter auszeichnen. Deutschland hat das Modell der sogenannten inkrementellen, also schrittweise ablaufenden Innovation perfektioniert.“

Um die beiden Welten miteinander in Dialog zu bringen, hat das DWIH New York bei der Veranstaltung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Stern School of Business der New York University mit dem Hidden Champions Institute der ESMT European School of Management and Technology Berlin zusammengebracht. „Das große Interesse der amerikanischen Teilnehmer an den eher unbekannten deutschen Weltmarktführern war deutlich zu spüren“, erinnert sich Dr. Gerrit Rößler, Programmkoordinator des DWIH New York, der die Veranstaltung mit den inhaltlichen Schwerpunkten „Blockchain“ und „Künstliche Intelligenz“ moderierte.

DIGITALER FORTSCHRITT
Der Fokus auf Zukunftstechnologien passte zudem zum DWIH-Jahresthema „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“. „Interessant in diesem Zusammenhang war für uns auch die digitale Bildung“, so Gerrit Rößler. Die Veranstaltung „The University of Tomorrow“ im Mai 2018 widmete sich dem Thema in seiner ganzen Breite. Dabei wurden zum einen neue Möglichkeiten digitalen Lernens diskutiert, aber darüber hinaus auch die Frage gestellt, vor welchen strukturellen Veränderungen Hochschulen im Zuge der Digitalisierung stehen. „Wir haben besonderen Wert auf die Vielfalt der teilnehmenden Expertinnen und Experten gelegt“, berichtet Rößler. Nach der Begrüßung durch DAAD-Präsidentin Professor Margret Wintermantel diskutierten unter anderem Jarek Gabor, Finanzvorstand von Bertelsmann Education, und Oliver Janoschka, Leiter der Geschäftsstelle des Hochschulforums Digitalisierung, wie die Digitalisierung die Arbeitsweisen von Wissenschaftlern verändert. Als Hochschulvertreter waren auf dem Podium Michele Norin, Chief Information Officer der Rutgers University, Moderator Scott Yoest, Senior Director of IT an der Cornell Tech, und Professor Klaus Kreulich, Vizepräsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München. Seine Hochschule möchte ihre Studierenden auch mit einem neuen Masterprogramm fit für die Arbeitswelt der Zukunft machen, das sich etwa digitalen Businessmodellen und dem Themenfeld der Datenkompetenz widmet.

NETZWERK STÄRKEN
Die exzellente Vernetzung vor Ort ist bei Weitem nicht nur bei den Hochschulen eine wichtige Grundlage der Arbeit des DWIH New York. „Gerade für den Standort USA ist das entscheidend, haben wir es hier doch mit einem Land zu tun, das zu den Topinnovatoren weltweit zählt. Und um hier auf Augenhöhe agieren und in einen konstruktiven Dialog treten zu können, ist natürlich die Unterstützung einer möglichst großen Anzahl an Partnern hilfreich“, so Direktor Benedikt Brisch. Er sieht eine der wichtigsten strategischen Aufgaben des Hauses in Zukunft darin, die Kräfte dieses Netzwerks noch stärker zu bündeln. „Auch vor der Gründung des DWIH wurde von einzelnen Akteuren, Unternehmen, Hochschulen und Wirtschaftsorganisationen viel für die transatlantischen Beziehungen getan. Unser Ziel ist es, diese Engagements zusammenzuführen.“

Autor
Klaus Lüber
Benedikt Brisch, Direktor des DWIH New York
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BRÜCKENBAUER IN NEW YORK

Dr. Gerrit Rößler, Programmkoordinator des DWIH New York
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Im Oktober 2018 war das Weltall im Deutschen Generalkonsulat in New York ganz nah. Der vom Generalkonsulat und dem DWIH New York organisierte Salon mit der deutschen Astronautentrainerin Laura Winterling vermittelte die Faszination der Raumfahrt eindrucksvoll. „Laura Winterling schlägt auf faszinierende Weise Brücken zwischen wissenschaftlichen Fachfragen und den menschlichen Herausforderungen für die Arbeit der Astronauten“, erzählt Dr. Gerrit Rößler, Programmkoordinator des DWIH New York.

Die Digitalisierung wird in den USA in unterschiedlichsten Facetten betrachtet

Gerrit Rößler hat mit dem DWIH New York 2018 viele Verbindungen ermöglicht, etwa durch die Veranstaltung „The Work of Art in the Age of Blockchain“, die Wissenschaft und Kunstwelt im digitalen Wandel betrachtete. Im März 2018 reiste Rößler zum Digital- und Musikfestival „SXSW“ nach Austin, Texas, wo er das DWIH New York unter anderem mit einem Vortrag über „Digital Germany“ und als Jurymitglied eines Start-up-Wettbewerbs vertrat. Die große New Yorker DWIH-Veranstaltung „Transatlantic and Interdisciplinary Take on the Future of XR“ macht für Rößler wiederum „den Kern unserer Arbeit aus: Wir haben Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammengebracht. Sie alle arbeiten bereits mit Virtual und Extended Reality, zum Beispiel in Forschung, Kunst, Medizin und Immobilienwirtschaft.“
Dr. Gerrit Rößler, Programmkoordinator des DWIH New York
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Drei Fragen an Prof. Dr. Kurt H. Becker, Beiratsvorsitzender des DWIH New York

Prof. Dr. Kurt H. Becker, Beiratsvorsitzender des DWIH New York
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Herr Professor Becker, wie haben Sie als Beiratsvorsitzender des DWIH New York das Jahr 2018 erlebt?
Im zweiten Jahr nach der Neustrukturierung der Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser unter Leitung des DAAD haben wir die neue strategische Ausrichtung noch einmal gestärkt. Für uns bedeutete das vor allem, die Strahlkraft der Veranstaltungen zu erhöhen. Dazu haben wir zum einen die Gesamtzahl der Events reduziert, um uns stärker auf größere Einzelereignisse konzentrieren zu können. So hat man in einer Stadt wie New York einfach bessere Chancen, wahrgenommen zu werden. Zum anderen haben wir uns dazu entschlossen, auch attraktive Veranstaltungsorte außerhalb des DWIH zu nutzen, zum Beispiel in Start-up- und Innovations-Labs an Hochschulen und anderen Locations in New York.

Gab es für Sie besondere Veranstaltungshöhepunkte?
Vor allem unsere beiden Events im Oktober, „Crossmodal Learning in Humans and Robots“ und „Future of XR“, waren ein großer Erfolg. Ich denke, besonders beim Thema „Mixed Reality“ hat sich unser neuer Fokus auf größere Veranstaltungsformate ausgezahlt. Geholfen hat dabei sicherlich auch die Tatsache, dass „Future of XR“ mit dem Start eines neuen Programms der New York City Economic Development Corporation koinzidierte, das sich den Themen Augmented und Virtual Reality widmet. Als besonders spannend habe ich das Event auch im Hinblick auf unser Jahresthema „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“ empfunden: Zurückhaltung und Skepsis trafen auf Begeisterung und Risikobereitschaft. Im Grunde war dieses Spannungsverhältnis bei sämtlichen Veranstaltungen des Jahres spürbar: Für die einen zerstört Digitalisierung Arbeitsplätze, für die anderen schafft sie neue.

Sind es nicht auch zwei unterschiedliche Mentalitäten – die deutsche, eher abwartende und die amerikanische, risikofreudige –, die das DWIH als transatlantischer Vermittler zusammenführen will?
Ja, das kann man so sehen. Der deutschen Start-up-Szene wurde lange nachgesagt, sie sei zu konservativ und risikoscheu und müsse sich an der viel dynamischeren US-amerikanischen Szene orientieren. Doch das ist zu stark verallgemeinert. Während das deutsche Unternehmertum langsam risikobewusster wird, hat man in den USA erkannt, dass der leichte Zugang auf frühes Kapital oft zu verfrühten Gründungen geführt hat, die ein Grund für die hohe Rate an Start-up-Insolvenzen in den USA sind. Trotz vieler bestehender Unterschiede bewegen sich die beiden Welten langsam aufeinander zu. Und ich denke, das DWIH leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Interview
Klaus Lüber
Prof. Dr. Kurt H. Becker, Beiratsvorsitzender des DWIH New York
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Direktorin
Dr. Martina Schulze

Programmkoordinator
Marcio Weichert

Beiratsvorsitzender
Sören Artur Metz (Technische Universität München)

Adresse
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo
Rua Verbo Divino, 1488 – Térreo
04719-904 São Paulo – SP, Brasilien

Kontakt
info@dwih-saopaulo.org
www.dwih-saopaulo.org

Unterstützer des DWIH São Paulo
www.dwih-saopaulo.org/de/netzwerk/unterstuetzer/

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Dr. Martina Schulze, Direktorin des DWIH São Paulo
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„Besonders freut mich, dass das DWIH São Paulo sein Netz an Partnern und Unterstützern weiter ausbauen konnte. Das ist schon ein kleines Wunder angesichts der anhaltenden Krise in Brasilien. Gemeinsame große Themen gibt es ja genug: Bioökonomie, Digitalisierung und Industrie 4.0 samt ihrer Folgen für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft, um nur einige zu nennen, die oft in unseren Veranstaltungen angesprochen werden. Außerdem bemühen wir uns besonders um die Wahrnehmung von Start-ups, die einen wichtigen Innovationsbeitrag leisten.“

Dr. Martina Schulze

Millionen Menschen können sich krankheitsbedingt weder mit Worten noch mit Gesten verständigen. Die einzige Möglichkeit, die ihnen bleibt, ist die Bewegung der Augenlider oder die Änderung der Blickrichtung. Spezielle Headsets, mit PCs oder Tablets verbunden, können dies messen und in Buchstaben umwandeln. Allerdings ist die Technik teuer und nicht sehr praktikabel. Der Brasilianer Marcus Lima kam auf eine clevere Idee: Warum nicht das Smartphone nutzen? Er entwickelte die App EyeTalk, bei der Nutzer mit den Augen zum gewünschten Buchstaben navigieren. Die App wandelt den Text dann in gesprochene Sprache um – eine bahnbrechende Technik, die zudem noch erschwinglich ist.

DIENST FÜR DIE GESELLSCHAFT
Lima war Gewinner des brasilianischen Falling Walls Lab, des weltweiten Wettbewerbs für innovative Ideen. Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo war 2018 erstmalig Hauptveranstalter des brasilianischen Wettbewerbs, an dem 94 Bewerber teilnahmen und damit mehr als in jedem anderen Land auf dem amerikanischen Kontinent. „Bei diesen Projekten liegt der Schwerpunkt häufig auf besseren Dienstleistungen für die Gesellschaft“, sagt Dr. Martina Schulze, Direktorin des DWIH São Paulo. EyeTalk etwa helfe nicht nur bei der Kommunikation – die App biete auch eine Möglichkeit, Menschen wieder mehr am Leben teilhaben zu lassen.

DISKUSSIONEN ÜBER DIGITALE JOBS
Beim 7. Deutsch-Brasilianischen Dialog über Wissenschaft, Forschung und Innovation ging es indes um die Frage, wie Politik und Wirtschaft die Menschen auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten sollten. Das DWIH São Paulo und die Stiftung zur Forschungsförderung des Bundesstaates São Paulo (FAPESP) luden dafür Ende Oktober 15 Experten aus verschiedenen Disziplinen zu einem Fachgespräch ein. Über 150 Teilnehmer kamen, um den Experten zuzuhören und mit ihnen zu diskutieren. „Es wurden berechtigte Fragen gestellt, etwa welche Stellen vom digitalen Wandel tatsächlich bedroht sind und welche Fähigkeiten man braucht, um künftig auf dem Arbeitsmarkt zu reüssieren“, erzählt Martina Schulze. Die Fachleute gehen davon aus, dass nur bestimmte Aufgaben von „intelligenten“ Maschinen übernommen werden, nicht alle. Dennoch müsse der grundlegende Prozess gesteuert werden. FAPESP-Präsident Professor Marco Antônio Zago mahnte, dass dies schnell geschehen müsse, da die Veränderungen rasch voranschritten. Professor Hartmut Hirsch-Kreinsen, an der Technischen Universität Dortmund Begleiter der Industrie 4.0 aus soziologischer Sicht, sagte, es brauche ein Zusammenwirken von Universitäten und an Lösungen interessierten Unternehmen.

VERBRAUCHER EINBEZIEHEN
„In einem waren sich alle einig: Digitalisierung braucht kreative Ideen“, bilanziert Martina Schulze. So passte das Jahresthema des DWIH, „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“, auch zum 6. Deutsch-Brasilianischen Innovationskongress, der von der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK São Paulo) und dem DWIH gemeinsam organisiert wurde. 400 Vertreter aus Regierungskreisen sowie aus Unternehmen und aus der Forschung beider Länder kamen zusammen. Fábio Pires, Innovationsleiter beim Nationalen Dienst für Industrielle Ausbildung (SENAI), geht davon aus, dass die Arbeitsplätze auf mittlerem Niveau allmählich verschwinden, dafür aber Jobs für hoch und niedrig qualifizierte Arbeitskräfte zunehmen. Bei der Frage, wie Innovation entsteht, brachte Ulrich Petschow vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin eine vernachlässigte Perspektive ein: „Unternehmen gehen zu oft davon aus, die Bedürfnisse der Menschen zu kennen. Aber wenn die Verbraucher direkt einbezogen werden, können auch diese Innovationen initiieren oder zu ihrer Entwicklung beitragen.“

KREATIVE KÖPFE
Innovationen in der Landwirtschaft thematisierte 2018 der Workshop „Agro 4.0“ in São Paulo, den das DWIH São Paulo mit dem Fraunhofer Liaison Office Brazil und der AHK organisiert hatte. Für die Zukunft der Landwirtschaft sind neue Ideen gefragt, zum Beispiel wie man Düngemittel einsparen kann. Allein dies hätte immense Auswirkungen sowohl auf den Ertrag als auch auf die problematische Nitratkonzentration im Grundwasser. Zum Glück gibt es kreative Köpfe, die dies angehen. Postgraduierte der Technischen Universität München um Vijay Deep Bhatt gründeten das Start-up SoilSpy und entwickelten ein auf Nanoelektronik basierendes Sensorsystem, das die Böden analysiert. SoilSpy gibt pflanzenspezifische Empfehlungen, sodass Landwirte gezielter düngen können. Vijay Deep Bhatt gewann mit dieser Idee den Preis „Startups Connected“ der AHK São Paulo in der Kategorie Deutschland, die vom DWIH São Paulo kuratiert wird. Das Wissenschafts- und Innovationshaus lud Bhatt nach Brasilien ein, wo er unter anderem das Embrapa-Institut für Bodenforschung, Start-ups wie Fazenda Urbana und Unternehmen wie BASF besuchte. „Das war eine großartige Erfahrung“, so Bhatt, der die „außerordentlich hilfreiche Unterstützung“ des DWIH São Paulo hervorhebt.

INTERNATIONALER AUSTAUSCH
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2018 war die Teilnahme des DWIH am 70. Jahrestreffen der Brasilianischen Gesellschaft für den Fortschritt der Wissenschaft (SBPC). Das DWIH betrieb einen Messestand mit Vertretern deutscher Forschungseinrichtungen – rund 600 Besucher zählte man trotz großer Konkurrenz. „Eine ähnliche Resonanz erlebten wir bei unserem Tag der offenen Tür“, sagt Martina Schulze. „Da ist das DWIH São Paulo aus allen Nähten geplatzt. Das zeigt, wie erfolgreich es sich als internationale Austauschplattform etabliert hat.“

Autor

Boris Hänßler

Dr. Martina Schulze, Direktorin des DWIH São Paulo
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DIALOGPARTNER IN SÃO PAULO

Marcio Weichert, Programmkoordinator des DWIH São Paulo
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„In Brasilien ist Bioökonomie eines der wissenschaftlichen Topthemen“, berichtet Marcio Weichert, Programmkoordinator des DWIH São Paulo. Die innovative Nutzung biobasierter Ressourcen stand 2018 zum Beispiel im Mittelpunkt des vom DWIH unterstützten Workshops „New Business Opportunities in Bioeconomy“, den das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (Fraunhofer IVV) und die Plattform Agropolo Campinas-Brasil organisierten. Und beim „Startups Connected“-Wettbewerb der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer konnte Marcio Weichert 2018 in der vom DWIH kuratierten Kategorie Deutschland bereits im zweiten Jahr in Folge einen Preisträger aus dem Bereich Digitale Landwirtschaft auszeichnen.

Die Digitalisierung verändert auch die brasilianische Landwirtschaft

Der Deutsch-Brasilianische Dialog über Wissenschaft, Forschung und Innovation des DWIH fand 2018 schon zum siebten Mal statt. Seit seiner Gründung wird der Dialog von Marcio Weichert begleitet. Er hebt hervor: „2018 konnten wir zum Thema Arbeit in der digitalisierten Welt zwei besonders prominente Keynote Speaker gewinnen: Professor Hartmut Hirsch-Kreinsen, Mitglied des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0, und Professor Glauco Arbix, Leiter des Innovationsobservatoriums an der Universität São Paulo.“
Marcio Weichert, Programmkoordinator des DWIH São Paulo
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Drei Fragen an Sören Artur Metz, Beiratsvorsitzender des DWIH São Paulo

Sören Artur Metz, Beiratsvorsitzender des DWIH São Paulo
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Herr Metz, was war für das DWIH São Paulo im Jahr 2018 aus Ihrer Sicht herausragend?
Sehr erfreulich ist, dass sich die Zahl der Unterstützer um acht erhöht hat: mit zwei neuen Hauptunterstützern, der Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e. V. und der Universität Potsdam, sowie den sechs neuen assoziierten Unterstützern Bayerisches Hochschulzentrum für Lateinamerika, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Ludwig-Maximilians-Universität München, RWTH Aachen, Technische Universität Berlin und Universität zu Köln. Wir haben somit auch immer mehr Möglichkeiten, gemeinsame Veranstaltungen zu organisieren und Themen zu setzen, die im deutsch-brasilianischen Austausch relevant sind.

Warum ist Brasilien mit Blick auf Innovationen ein wertvoller Partner?
Die brasilianische Gesellschaft ist sehr technologieaffin. Das Land hat eine extrem hohe Smartphone-Abdeckung von rund 90 Prozent der Bevölkerung. Bei der Nutzung mobiler Geräte ist Brasilien weiter als Deutschland. Bankdienstleistungen werden zum Beispiel über Messengerdienste angeboten. Das Smartphone spielte auch im Präsidentschaftswahlkampf eine wichtige Rolle. Meine Hochschule, die Technische Universität München, analysiert diesen Zusammenhang von Politik und Technik. Kooperationspotenziale sehe ich auch beim Thema Landwirtschaft 4.0. Brasilien ist in vielerlei Hinsicht Vorreiter, was die Anwendung und Umsetzung neuer Technologien anbelangt.

Welche Rolle spielt das DWIH-Jahresthema „Innovatives Arbeiten in einer digitalisierten Welt“?
Natürlich schreitet die Digitalisierung nicht überall gleichmäßig voran, und nicht alle profitieren, aber zum Beispiel in der brasilianischen Hochschullandschaft sind zahlreiche Innovationen zu beobachten. Es gibt viele E-Learning-Angebote einschließlich kompletter Online-Masterabschlüsse – damit erreicht man auch Menschen in entlegenen Regionen. Im Agro-Business gibt es alle möglichen digitalen Anwendungen: von automatischer Bewässerung bis hin zur nahezu komplett automatisierten Ernte in der Zuckerindustrie. „Big Data“-Lösungen sind in Brasilien, das knapp 210 Millionen Einwohner zählt, ebenfalls ein großes Thema, etwa für Banken und Versicherungen. E-Health, Smart Cities, Internet der Dinge – wir können in Brasilien vermutlich alle Veränderungen im Alltag und in der Arbeit beobachten, die auch Deutschland betreffen.

Interview
Boris Hänßler
Sören Artur Metz, Beiratsvorsitzender des DWIH São Paulo
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Direktorin
Dorothea Mahnke

Programmkoordinatorin
Konstanze Lang

Beiratsvorsitzender
Dr. Jörg Schneider (Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Adresse
Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo
OAG Haus 4F
7-5-56 Akasaka, Minato-ku,
Tokyo 107-0052, Japan

Kontakt
info@dwih-tokyo.org
www.dwih-tokyo.org

Unterstützer des DWIH Tokyo
www.dwih-tokyo.org/de/netzwerk/unterstuetzer/
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Dorothea Mahnke, Direktorin des DWIH Tokyo
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„Das DWIH Tokyo nutzt in seiner Arbeit ein außergewöhnlich vielschichtiges Netzwerk. Alle Unterstützer verfügen über vielfältige Kontakte, die im deutsch-japanischen Austausch besonders wertvoll sind. Das DWIH Tokyo verschafft dem gemeinsamen Netzwerk eine besondere Präsenz in der japanischen Wissenschafts- und Wirtschaftscommunity. Auch auf politischer Ebene wird das DWIH Tokyo als wichtiger Partner im Austausch rund um Innovationen wahrgenommen.“

Dorothea Mahnke

Die japanische Gesellschaft rüstet sich optimistisch für eine Zukunft, in der Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) wie selbstverständlich Alltag und Arbeitswelt durchdringen werden. „Society 5.0“ heißt das Gesellschaftskonzept im japanischen Strategieplan für Wissenschaft und Technologie. Man erwarte mehr Wirtschaftswachstum und Lösungen für globale Probleme, sagt der japanische Staatsminister für Wissenschaft und Technologiepolitik, Takuya Hirai, und verweist im November 2018 anlässlich des ersten Japanisch-Deutsch-Französischen DWIH-Symposiums zur Künstlichen Intelligenz auf die anstehenden Aufgaben im Umgang mit KI: „Wir müssen vieles bedenken: das Arbeitsumfeld, die Möglichkeit der Pflege älterer Menschen, die Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre sowie ein gut ausbalanciertes Verhältnis zwischen Sicherheit und der Förderung konkreter Anwendungen.“

VIELFÄLTIGE CHANCEN
Die digitalisierte Arbeitswelt wird zunehmend von KI geprägt. Gleich zum Auftakt des Symposiums diskutierte ein exzellent besetztes Podium diesen Trend. Die Experten aus Deutschland, Frankreich und Japan adressierten auch Unsicherheiten und gesellschaftliche Bedenken: Wird KI Arbeitskräfte ersetzen? Soll sie für Bewerber-Screening genutzt werden? Demgegenüber stehen vielfältige Chancen, etwa für die Bereicherung menschlicher Aufgaben durch KI, die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder die Verbesserung ganzer Produktionsprozesse. Konsens herrschte darüber, dass die Arbeitswelt letztlich von den neuen technologischen Möglichkeiten profitieren werde – aber dafür müsse man experimentieren und lernen. „Ethische Diskussionen zu neuen Technologien laufen in Japan parallel zu deren Einführung“, erläutert Konstanze Lang, die Programmkoordinatorin des DWIH Tokyo. Für das Symposium zur weltweit als Schlüsselthema geltenden KI bündelte das DWIH die Ressourcen aller deutschen Partner und Forschungsakteure in Japan. Die Einbeziehung von Frankreich als Partner des Symposiums erweiterte den Kreis hochrangiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik noch einmal maßgeblich. „Das trug wesentlich zur Sichtbarkeit und zum Erfolg der Veranstaltung bei“, betont Ingo Höllein, Leiter des Referats Wissenschaft und Technologie an der Deutschen Botschaft in Tokyo. Immer wieder artikulierte sich auf der Veranstaltung der politische Wille, gemeinsam am Zukunftsthema KI weiterzuarbeiten; dies gipfelte schließlich in einer trilateralen Abschlusserklärung.

ERFOLGREICHER AUSTAUSCH
Partner aus allen drei Ländern nutzten die Zusammenkunft hochrangiger Entscheidungsträger für Strategiebesprechungen und Arbeitsgespräche im Umfeld des Symposiums: Vertreter des japanischen Wirtschaftsministeriums trafen deutsche und französische Mitglieder der Europäischen High-Level-Expertengruppe zu KI, Vertreter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und des japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology berieten sich zu weiteren Schritten ihrer Kooperation, und die nationalen Forschungsförderorganisationen Japans, Deutschlands und Frankreichs führten Gespräche zur Anbahnung eines trilateralen KI-Förderprogramms.

WEITERREICHENDE VERNETZUNG
„Für die Arbeit des DWIH Tokyo ist es zentral, dass wir unseren zuletzt noch einmal gewachsenen Kreis von Unterstützern regelmäßig zusammenbringen, um in Japan und Deutschland diskutierte Themen gemeinsam zu thematisieren“, sagt Dorothea Mahnke, Direktorin des DWIH Tokyo. „Die weiterreichende Vernetzung mit internationalen Partnern ist ebenfalls entscheidend.“ Zu den Aktivitäten des DWIH Tokyo zählten 2018 des Weiteren Veranstaltungen wie der etablierte Innovationswettbewerb „Falling Walls Lab“ oder die Unterstützung der DFG-Vortragsreihe von Professor Thomas Bock, Inhaber der Professur für Baurealisierung und Baurobotik an der Technischen Universität München. In Osaka, Tokyo und Fukuoka sprach der Träger des Eugen und Ilse Seibold-Preises 2017 über sein technologisch-planerisches Konzept des „Robot-Oriented Design“ und den Einsatz neuer Technologien wie Robotik und Mechatronik in Architektur, Städtebau und Bauwesen. Auch am Rande dieser Veranstaltungen entwickelten sich konkrete Ideen für deutsch-japanische Kooperationen.

START-UPS UND GROSSE UNTERNEHMEN
Die gemeinsam mit der AHK Japan organisierte German Innovation Challenge brachte am 26. Juni in Tokyo wissenschaftsbasierte Start-ups aus ganz Japan mit führenden deutschen technologieorientierten Unternehmen zusammen, darunter Bayer, Bosch, Continental, Daimler und Merck. Aus der Veranstaltung gingen konkrete gemeinsame Vorhaben zur Anwendung der vorgestellten Technologien in der deutschen Industrie hervor. Diese standen auch im Fokus der Veranstaltung „NRW in Germany – Land of Innovations: German-Japanese Smart Mobility Symposium“, die im Oktober 2018 von NRW Japan K.K., der japanischen Vertretung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, in Partnerschaft mit dem DWIH Tokyo organisiert wurde. Eine Delegation von rund 30 Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern unter Leitung von NRW-Wirtschaftsminister Professor Andreas Pinkwart war nach Japan gereist, um Themen wie Elektromobilität, aber auch Energiespeicherung und Gesundheitswirtschaft zu stärken. „Der deutsch-japanische Austausch ist äußerst vielfältig und zukunftsgerichtet“, sagt DWIH-Direktorin Dorothea Mahnke. „Mit unseren Unterstützern wie NRW Japan K.K. werden wir ihn auch weiterhin aktiv fördern.“

Autorin
Bettina Mittelstraß
Dorothea Mahnke, Direktorin des DWIH Tokyo
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MÖGLICHMACHERIN IN TOKYO

Konstanze Lang, Programmkoordinatorin des DWIH Tokyo
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Zahlreiche prominente Experten versammelte das erste Japanisch-Deutsch-Französische Symposium zur Künstlichen Intelligenz (KI), unter ihnen etwa Dr. Yuichiro Anzai, führender KI-Berater der japanischen Regierung. Eine Keynote hielten unter anderen Mathematikprofessor Cédric Villani, Träger der Fields-Medaille und Berater des französischen Präsidenten, sowie Professor Wolfram Burgard, Leibniz-Preisträger und Leiter der Arbeitsgruppe Autonome Intelligente Systeme an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Für Konstanze Lang, Programmkoordinatorin des DWIH Tokyo, waren aber nicht nur die prominenten Redner entscheidend für den Erfolg der Veranstaltung.

Dialog zur Künstlichen Intelligenz fußt in Japan auf breitem Fundament

„Wir haben uns nicht allein auf die Vorträge auf der Bühne konzentriert, sondern wollten auch Treffen am Rande des Symposiums ermöglichen“, sagt Konstanze Lang. So kam etwa eine Delegation der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Vertretern der nationalen Forschungsförderorganisationen Japans und Frankreichs zusammen; aus dem Austausch des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit dem japanischen Artificial Intelligence Research Center (AIRC) entstand rasch eine erste Skizze für ein gemeinsames Projekt zum autonomen Fahren. Das ist ganz im Sinne des DWIH, so Konstanze Lang: „Den Nährboden für kommende Kooperationen zu bereiten, ist eine unserer zentralen Aufgaben.“
Konstanze Lang, Programmkoordinatorin des DWIH Tokyo
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Drei Fragen an Dr. Jörg Schneider, Beiratsvorsitzender des DWIH Tokyo

Dr. Jörg Schneider, Beiratsvorsitzender des DWIH Tokyo
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Herr Dr. Schneider, welche Entwicklungen prägen aktuell die japanische Forschungslandschaft besonders?
Japan entwickelt sich derzeit besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz rasant vorwärts. Die entsprechende Forschung ist noch anwendungsorientierter als in Deutschland. Im Fokus stehen zum Beispiel das autonome Fahren oder der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Pflege angesichts der herausfordernden demografischen Entwicklung. Auch die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen prägen die japanische Innovationslandschaft. An den Universitäten tragen viele Menschen sogar das Emblem der SDG. Diese werden auch in Forschungsinstituten und der Industrie als eine Art Messlatte betrachtet: Hightech soll dabei helfen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen. Das gilt etwa für den Klimawandel, dessen Auswirkungen auf den Meeresspiegel in Japan empfindlich spürbar sein werden.

Sind das alles anschlussfähige Themen für das DWIH Tokyo?
Absolut, die japanische Seite sieht große gemeinsame Interessen mit Deutschland. Das gilt in besonders hohem Maße für die verschiedenen Anwendungsbereiche Künstlicher Intelligenz. Passende Plattform für den weiteren Austausch ist das DWIH Tokyo, an dem es traditionell eine starke Beteiligung der Wirtschaft gibt und das zugleich die angewandte Forschung an Universitäten und in der Industrie adressiert. Insbesondere unter den deutschen Hochschulen konnte das Interesse an der Arbeit des DWIH im letzten Jahr noch einmal gesteigert werden: Bis Anfang 2019 sind insgesamt fünf Universitäten als neue assoziierte Unterstützer aufgenommen worden.

Wie hat sich das DWIH Tokyo 2018 positioniert?
Inhaltlich hat es den Standort Deutschland durch die Leuchtturmkonferenz zur Künstlichen Intelligenz sehr stark präsentiert. Das DWIH Tokyo hat als Katalysator zu einer zwischen Deutschland, Japan und Frankreich vereinbarten gemeinsamen Förderung der Künstlichen Intelligenz geführt. Sich trilateral in einem von starkem Wettbewerb geprägten Feld auf die gemeinsame Arbeit an Projekten zu verständigen, ist ein großer und nachhaltiger Schritt. Auch das DWIH Tokyo selbst wurde durch die lange Vorbereitung dieser wichtigen Konferenz gestärkt. Alle Partner haben gemeinsam darauf hingearbeitet. Die DFG hat sich finanziell an der Veranstaltung beteiligt und in die Programmarbeit mit eingebracht, da es bei KI auch heute noch sehr viele offene Fragen gibt, denen sich die Grundlagenforschung widmen muss.

Interview
Bettina Mittelstraß
Dr. Jörg Schneider, Beiratsvorsitzender des DWIH Tokyo
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„Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser rund um den Globus sind wichtige Fixpunkte in unserem weltweiten Netzwerk. Sie ermöglichen interessierten Wissenschaftlern vor Ort einen Einblick in die deutsche Wissenschaftsförderung und weisen Deutschland als Ort der Innovation, Forschung und Wissenschaft aus.“

http://www.humboldt-foundation.de
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„Mit den fünf DWIH verfügen wir über ein großartiges Netzwerk, das die besondere Stärke unseres Forschungs- und Wissenschaftssystems vermittelt. Ich freue mich insbesondere darüber, dass sich die Häuser in ihrer programmatischen Arbeit an den ‚Arbeitswelten der Zukunft‘, dem Thema des Wissenschaftsjahrs 2018, orientiert haben.“

https://www.bmbf.de
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„Die internationale Vernetzung von Forschung und Innovation ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland von zentraler Bedeutung. Die DWIH leisten dazu gerade für forschende Unternehmen einen großen Beitrag.“

https://www.bmwi.de
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„Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser sind für die deutsche Wissenschaft und forschende Industrie von großer Bedeutung. Sie tragen zur Sichtbarkeit der Leistungsstärke deutscher Forschungs- und Innovationskraft bei und fördern die globale Vernetzung mit ausländischen Partnern.“

https://bdi.eu
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„Die institutionelle Reform hat die DWIH neu ausgerichtet. Mit soliden Personalkonzepten und verlässlicher administrativer Basis können sie nun auch längerfristige Vorhaben angehen. So werden sie noch attraktiver für ihre Unterstützer, wobei wir uns über das Mitwirken weiterer Hochschulen besonders freuen.“

https://www.dfg.de
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„Die enge Vernetzung deutscher Unternehmen mit der Wissenschaft ist Treiber von Innovationen und maßgebend für ihren Erfolg. Die DWIH leisten mit den Auslandshandelskammern vor Ort dazu einen wichtigen Beitrag. Gemeinsam entwickeln sie die jeweiligen bilateralen Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen, um so mit dazu beizutragen, dass die deutschen Unternehmen und Deutschland insgesamt wettbewerbsfähig bleiben.“

https://www.dihk.de
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„Wissenschaft agiert global und ist weltweit vernetzt. Über Ländergrenzen hinweg arbeiten Forscher gemeinsam daran, verlässliche Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit zu finden. Die DWIH sind für viele dieser Partnerschaften wichtige Impulsgeber. Helmholtz ist entschlossen, die DWIH nach besten Kräften zu unterstützen.“

https://www.helmholtz.de
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„Für das erfolgreiche Wirken der deutschen Hochschulen ist ihre internationale Vernetzung in Forschung und Lehre essenziell. Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser sind dabei wichtige Schaltstellen für die deutsche Wissenschaft. Sie ermöglichen den Hochschulen ein gemeinsames Wirken an zentralen Wissenschaftsstandorten und stärken ihre internationale Sichtbarkeit.“

https://www.hrk.de
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„Den Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern gelingt es in hervorragender Weise, der deutschen Wissenschaft in wichtigen Metropolen weltweit einen Ort zu schaffen, an dem sich Forscher, Wirtschaftsvertreter und Zivilgesellschaft miteinander vernetzen können.“

https://www.leopoldina.org
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„Die Max-Planck-Gesellschaft sieht in den Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäusern ein Schaufenster der deutschen Wissenschaft und eine ideale Plattform für gemeinsame Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. Durch Ausstellungen, Symposien und Vortragsreihen beziehen wir die Häuser auch in unsere Internationalisierungsstrategie mit ein.“

https://www.mpg.de
Zum Anfang
„Wissenschaft lebt vom internationalen Austausch von Ideen, Ansätzen und Erfahrungen. Deshalb nutzt die Leibniz-Gemeinschaft auch das Netzwerk der DWIH, um ihre Forschung international zur Diskussion zu stellen und neue Verbindungen zu knüpfen. Unsere Institute können so ihre international vernetzte Forschung auch weiteren deutschen und internationalen Partnern zugänglich machen.“

https://www.leibniz-gemeinschaft.de
Zum Anfang
„Es ist sehr wichtig, dass das deutsche Wissenschafts- und Innovationssystem sich mit den DWIH weltweit präsentiert und zugleich seine landesspezifische Kompetenz bündelt. Wir unterstützen die Pläne, das Netzwerk zu erweitern. Daran sollte das deutsche System in seiner ganzen Vielfalt beteiligt werden.“

https://www.wissenschaftsrat.de
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